How we met Alice

Ihre Lebensgeschichte liest sich wie ein Drehbuch. 15 Jahre alt war Alice Choo, als sie von zu Hause ausriss. Ihre Mutter hatte sie in einem Vorort von Tokio gross gezogen – ihren Vater, dem eine Nähe zur Yakuza nachgesagt wird, lernte sie nie kennen. Ihrer ersten grossen Leidenschaft, der Kunst, folgend, zog Alice nach Hong Kong, wo sie an der Art School den Fotografen und Tätowierer Paul Chan traf. Sie wurde seine Muse, sein bevorzugtes Motiv, seine Geliebte und wieder verlassen. 

Ihre wenigen Ersparnisse in der Tasche, reiste Alice Choo nach Paris. Dort lernte sie ihre wahre Liebe kennen: die Gastronomie. Und mit ihr einen jungen Koch, der im vierten Arrondissement ein Restaurant betrieb. Die Liebe hielt und Alice blieb in Paris, bis sie sich in einen Gitarristen aus New York verliebte. Sie folgte erneut ihrer Leidenschaft und zog nach Brooklyn. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, liess sich Alice Choo als Burlesquetänzerin anheuern und verdiente in den besten Clubs der Stadt bald mehr Geld als in ihrem ganzen Leben zuvor. Nacht für Nacht arbeitete sie an ihrem Traum: dem eigenen Restaurant. Einen Traum, den sie wenige Jahre nach der Jahrtausendwende in ihrer Heimatstadt Tokio wahr machte. 

Und die Geschichte würde vielleicht hier enden, wäre Alice Choo nicht, als sie auf einem Business Trip in Bangkok einen Lao Khao trank, Francesco und Frank begegnet. Nach dem letzten Glas in den frühen Morgenstunden konnten sie kaum noch stehen, dafür stand ihre gemeinsame Idee: ein Alice Choo Restaurant mit Bar und Club an bester Lage in Zürich.